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Regatta-Kurs


Der Regatta-Kurs ist der von der Rennleitung festgelegte Streckenverlauf eines Buggyrennen. Er sollte nicht mit den fahrbaren Kursen zum Wind verwechselt werden, bei denen es sich nicht um einen Streckenverlauf handelt, sondern um die möglichen Richtungen die Du mit den Buggy zum Wind fahren kannst. (...wie z.B. Halbwind)

Bei den klassischen offiziellen Buggyrennen ist der Regatta-Kurs in der Regel ein geschlossener Rundkurs, der von den Fahrern mindestens einmal umrundet werden muss um in die Wertung zu kommen.

Ein Streckenkurs, also mit festen Start und Zielpunkt, ist eher unüblich. Solche "Oneway" Strecken sind als Distance-Speedrace eher in Südamerika wie z.B. in Brasilien oder Argentinien beliebt.


Der Verlauf des Regatta-Kurses wird durch sogenannte Wendemarken markiert, an denen sich die Richtung des Kurses ändert. Die Größe des Kurses und die Anzahl der eingesetzten Wendemarken sind von den örtlichen Gegebenheiten des Fahrgebietes und den jeweiligen Windverhältnissen abhängig. So kann der Kurs an schmalen langen Stränden mitunter nur um zwei Wendemarken verlaufen, während er an breiten Stränden mit Wind von See auch mal bis zu zehn Wendemarken beinhalten kann.


Unter Berücksichtigung der aktuellen Gegebenheiten wird der Kurs von der Rennleitung zunächst für den ersten Rennlauf festgelegt und beim ersten Racebriefing den Fahrern vorgestellt. Ziel ist es den Kurs so zu gestalten, dass sich ein anspruchsvoller Streckenverlauf ergibt, der möglichst alle fahrbaren Kurse wie Kreuz-, Halbwind-, Raumwind- und auch Vorwindkurs beinhaltet. Der Start eines Buggyrennen erfolgt gemäß Regelwerk immer auf einem Kreuzkurs, der jedoch leichter oder schwerer ausfallen kann.

Bleiben die Bedingungen unverändert, kann der Kurs auch für die nachfolgenden Rennläufe bestehen bleiben. Der Rennleitung steht es jedoch frei zwischen den Läufen den Kurs zu verändern um ihn z.B. an eine geänderte Windrichtung anzupassen, ihn zu entschärfen oder interessanter zu gestalten.


Kurse und Windrichtungen


Wie bereits oben beschrieben ist der Regatta-Kurs von der Größe des Fahrgebietes und der aktuellen Windrichtungen abhängig. Gerade die Windrichtung ist dabei die interessante Größe. Bestimmt sie doch den fahrbaren Kurs, sprich die Richtung zum Wind die Du mit den Buggy fahren musst, um den Regatta-Kurs umrunden zu können.

In den Überlegungen zur Auswahl der Kitegröße wird neben den grundsätzlichen Auswahlkriterien wie Erfahrung, Tagesverfassung, Bodenverhältnisse, Windstärke etc. vielmals auch der Regatta-Kurs bzw. die resultierenden Kurse zum Wind berücksichtigt. Da die einzelnen Kurse zum Wind teilweise gegensätzliche Anforderungen setzten, gilt es immer den gesamten Regatta-Kurs zu betrachten um seinen persönlichen Kompromiss zu finden. So kann mehr Segelfläche auf dem langsamen Kreuzkurs einen Vorteil durch höhere Geschwindigkeit bedeuten, sich gleichzeitig auf Halbwindkurs jedoch als Nachteil herausstellen da der Buggy leichter zur Seite gezogen werden kann.

Um zu verdeutlichen welchen Einfluss die Windrichtung auf die fahrbaren Kurse eines Regatta-Kurses hat und was bei der Größenwahl des Kites zu berücksichtigen ist, betrachten wir einmal folgendes Beispiel:

Auf einem Fahrgebiet (graue Fläche) wurde bei vorherschendem Südwind ein einfacher Dreickskurs abgesteckt, der im Uhrzeigersinn umrundet werden muss (weiße Strecke). Die drei Wendemarken (orangene Punkte, Nr. 1 bis 3) sind so aufgestellt, dass der Kurs an den Verlauf eines Geodreiecks erinnert. Nichts spektakuläres, entspricht er doch der praktischen Grundanforderung zur Buggy-Lizenz ...aber für unsere Zwecke aber ideal.

1. Optimal: Wind kommt aus Süd
Durch die südliche Windrichtung setzt sich der gesteckte Ragatta-Kurs aus drei unterschiedliche Kurse zum Wind bzw. fahrbare Kurse zusammen (siehe auch grau gepunktete Linien). Um Ihn umrunden zu können musst Du einen kürzeren Kreuzwind-, einen langen Halbwind- und einen ebenfalls kürzeren Raumwindschlag fahren.

Insgesamt handelt es sich hier um einen einfachen Regatta-Kurs, da sich fast alle Wendemarken auf direkten Wege erreichen lassen. Lediglich auf dem relativ kurzen Kreuzkurs musst Du zur Wendemarke aufkreuzen.

Durch die Windrichtung liegt der Schwerpunkt des Regatta-Kurses auf den langen Halbwindschlag. In Abhängigkeit zur Windstärke solltest Du Deinen Kite so auswählen, dass Du auf Halbwind nicht zur Seite gezogen wirst und sich der Kreuzwindkurs dennoch gut bewältigen lässt.

2. Veränderung: Wind dreht auf Süd-West
Nach einiger Zeit dreht der Wind mehr in westliche Richtung, so dass er nun aus Süd-West weht. Gleichzeitig verändern sich dadurch die fahrbaren Kurse zum Wind und der Regatta-Kurs muss nun anders gefahren werden um ihn umrunden zu können.

Durch die leicht veränderte Windrichtung liegt der Schwerpunkt des Regatta-Kurses nun beim langen Kreuzkurs, was den Regatta-Kurs insgesamt langsamer und für einige Fahrer auch etwas schwerer werden lässt. Zudem ist ein Vorwindkurs entstanden, der auf direkten Weg für die meisten Fahrer schwer zu fahren ist. Um die Wendemarke 1 zu erreichen ist es leichter zwei Raumwindschläge zu fahren. Dazu lässt man sich nach der Wendemarke 3 zunächst nach links abfallen und ändert auf etwa halber Strecke zwischen den Wendemarken seine Richtung nach rechts um so auf die Wendemarke 1 zu zufahren.

3. Ungünstig: Wind dreht weiter auf West
Wenn der Wind weiter auf West dreht, würden sich die Kurse zum Wind im Vergleich zum Beispiel 1 radikal verändern. Der Regatta-Kurs würde aus zwei Raumwindschlägen und einem nicht direkt fahrbarem Gegenwindkurs bestehen. Um den Gegenwindkurs überhaupt bewältigen zu können müsstest Du in mehreren weiten Schlägen zur Wendemarke 3 Aufkreuzen.

Mit dem direkten Gegenwindkurs wäre der nur aus zwei Kursen zum Wind bestehende
Regatta-Kurs zwar fahrbahr aber für ein Rennen ungeeignet und müsste entsprechend geändert werden.