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Abfallen - Anluven

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Abfallen - Anluven


Beim Traction-Kiting wird, wie beim Segeln auch, eine Änderung der Fahrtrichtung immer im Bezug auf die Windrichtung angegeben:

Abfallen

bezeichnet eine Richtungeänderung mit den Wind, also in die Richtung in die der Wind weht (Lee).

Beim Abfallen fährst Du zugleich auch auf dem Kite zu, dessen Zugkraft somit verringert wird. Gerade bei Böen oder beim leicht überpowerten Fahren kann so die Zugkraft des Kites schnell und einfach reduziert werden. Bei sehr starken Wind und überpowerten Zustand jedoch verringert sich auch beim Abfallen die Zugkraft nicht merklich.

Durch die Verringerung der Zugkraft beginnt der Kite in der Regel abzufallen und zu sinken, wodurch auch seine Manövrierbarkeit, gerade bei wenig Wind, abnimmt. Daher solltest Du beim Abfallen darauf achten, dass Du nicht zu schnell auf den Kite zufährst. Es würde ansonsten zu durchhängenden Leinen kommen mit denen sich der Kite nicht mehr steuern oder abgefangen lässt. Bei böigem Wind besteht zudem die Gefahr, dass der Kite Strömung erhält und explosionsartig durchs Windfenster schießt und Dich somit aus dem Buggy reißen kann.

Anluven

bezeichnet eine Richtungeänderung gegen den Wind, also in die Richtung aus welcher der Wind kommt (Luv).

Beim Anluven fährst Du zugleich vom Kite weg, wodurch sich die Spannung der Leinen erhöht und der Kite letztlich gezogen wird. Gleichzeitig erhöht sich die Anstömung des Kites wodurch dessen Zugkraft und Beschleunigung zu nimmt. Der Wirkung ist vergleichbar als wenn Du beim Starten des Drachen rückwärts gehst.

Durch leichtes Anluven lässt sich der Kite im Zusammenspiel mit einen Wellenflug beschleunigen oder bei einem Strömungsabriss z.B. durch einen Abschiedswirbel eines vorausfahrenden Kites abfangen.

Lediglich auf extremen Kreuzkurz wirkt sich ein weiteres Anluven nachteilig aus. Der Kite würde hierbei immer weiter in den Windfensterrand gezogen bis er letztlich ohne Anstömung zu Boden sackt.


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